Ich begleite einen Führungsworkshop.

Im Vorfeld ist klar:
Die Führung in einem Bereich entspricht nicht dem Anspruch.
Zu wenig Orientierung, zu wenig Verantwortung, zu wenig Resonanz im Team.

Die Geschäftsführung ist unzufrieden und einig: So kann es nicht weitergehen.

Im Workshop wird das Thema angesprochen.
Verpackt in Lob, in allgemeinen Appellen - wertschätzend,aber weich.

Der Bereichsleiter hört zu, bringt sich ein, zeigt sichengagiert.
Am Ende sagt er: "Ich denke, sie sind zufrieden mit mir. War ein gutes Gespräch."

Nach dem Workshop ist die Irritation groß:
„Er hat es nicht verstanden. Wir waren doch deutlich.“

Für mich als Moderatorin war schnell spürbar: Es wurde zwar gesprochen, aber nicht getroffen.
Die Spannung lag im Raum, aber sie wurde nicht berührt.
Auch gezielte Nachfragen führten nicht in die Tiefe, sondern ins Ausweichen.

Und hier liegt der eigentliche Engpass: Nicht im mangelnden Anspruch, auch nicht im fehlenden Leistungsverständnis.
Sondern in der fehlenden Konsequenz, Unzufriedenheit so zu benennen, dass sie Wirkung entfalten kann.

Das fällt vielen Führungskräften schwer. Nicht aus Feigheit, sondern aus Fürsorge.
Aus dem Wunsch, Beziehung zu schützen und niemandem zu nahe zu treten.

Doch wo Klarheit fehlt, entsteht Raum für Fehlinterpretationen.
Und nicht selten bleibt in der Rücksicht auf andere das Wesentliche unausgesprochen:
Die eigene Wahrnehmung. Der eigene Anspruch. Die eigene Grenze.

Und was tun, wenn nichts ankommt?
Oft liegt die erste Reaktion nahe: noch deutlicher werden, präziser formulieren, mehr Nachdruck geben.

Doch bevor es um Sprache geht, lohnt sich ein Blick nach innen.

👉 Was hast du gesagt undwas nur gehofft, dass es verstanden wird?
Sag lieber: „Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich gerade klar ausgedrückt habe, ich versuche es nochmal.“

👉 Welche Erwartung hastdu und wurde sie wirklich deutlich?
Zum Beispiel: „Ich erwarte, dass du aus deiner Rolle heraus Führungsverantwortung auch dann übernimmst, wenn es unbequem wird.“

👉 Was bist du bereit auszuhalten, wenn du es beim Namen nennst?
So etwas wie: „Ich weiß, das ist nicht angenehm zu hören, aber es ist dennoch wichtig, dass wir das klar benennen ...“

📅 Wenn du dir Zeit nehmen willst, um genau solche Spannungsfelder zu sortieren: Vom 24.–26. April biete ich eine Auszeit für Führungskräfte an. Ohne Ablenkung, mit Raum für das, wasim Alltag oft zu kurz kommt.

Katharina Kohlmayr
Expertin für persönliche Entwicklung
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