Vielleicht kennst du diesen Moment:
Du sitzt in einem Termin, triffst eine Entscheidung und denkst danach:
„So hätte ich früher nicht gehandelt.“
Oder: „Irgendwie passe ich mich hier mehr an, als mir lieb ist.“
Das ist nicht automatisch schlecht.
Führung verändert uns: Eine neue Rolle, neue Aufgaben, andere Teams und Kulturen fordern Anpassung.
Aber Wachstum verschiebt manchmal innere Grenzen - oft so leise, dass wir es erst spät wahrnehmen und nicht merken, wie wir den Kontakt zu uns selbst verlieren.
Du übernimmst Gewohnheiten, die „hier eben so laufen“.
Du sagst Ja, wo du früher Nein gesagt hättest.
Irgendwann ist schwer zu sagen:
„Bin das noch ich - oder nur die Rolle?“
Du als Person bist nicht in Stein gemeißelt.
Aber du bist auch nicht formbar bis zur Beliebigkeit.
Führung und Wachstum verändern dich.
Die Frage ist, ob diese Veränderungen bewusst geschehen oder einfach passieren.
Deshalb lohnt es sich, immer wieder nicht nur hinzuschauen, sondern auch zu hinterfragen:
→ Was davon passt wirklich zu meinen Grundsätzen?
→ Wo verändere ich mich, weil es für die Aufgabe und das Team sinnvoll ist?
→ Und wo nur, um Erwartungen zu erfüllen, die nicht meine sind?
Das fühlt sich oft unbequem an.
Nicht, weil Veränderung per se schwer ist, sondern weil sie uns zwingt, zu entscheiden, was wir behalten und was wir loslassen.
Wo in deiner aktuellen Rolle merkst du, dass du dich anpasst und was davon soll nicht zur Gewohnheit werden?
Wachstum, welches dich verbiegt, ist kein Wachstum.
Führung und Wachstum verändern - die Kunst liegt darin, bewusst zu entscheiden, was bleibt und was sich anpasst.
