Manchmal ist es nicht das große Drama, sondern etwas Leises:
Widerspruch in jedem Meeting.
Das subtile Untergraben von Entscheidungen.
Oder der offene Rückzug aus der Zusammenarbeit.
Forschung zeigt:
Solches Verhalten kann die Teamleistung um 30-40 % senken, selbst wenn alle anderen motiviert und kompetent sind (Felps, 2006).
Oft handeln Führungskräfte nicht sofort -
nicht aus Gleichgültigkeit, sondern weil sie auf eine stille Besserung hoffen,
oder den Konflikt scheuen.
Doch:
Abwarten verändert die Situation - jedoch nicht zwingend zum Besseren.
Es schwächt den Zusammenhalt im Team
und signalisiert, dass das Verhalten in Ordnung ist.
Die Aufgabe ist nicht, „den einen“ zu reparieren,
sondern das Umfeld so zu gestalten,
dass konstruktives Verhalten möglich wird
und destruktives keine Bühne bekommt.
Deshalb kann es hilfreich sein, genauer hinzusehen:
▶️ Was genau irritiert mich?
Nicht jede Irritation ist ein Zeichen für Fehlverhalten, aber oft ein Hinweis darauf, dass etwas für mich (noch) nicht stimmig ist.
▶️ Was passiert hier immer wieder?
Einzelne Vorfälle sagen wenig. Muster erzählen mehr über die Beziehung, das Klima, den Kontext.
▶️ Was davon hat mit mir zu tun?
Worauf reagiere ich empfindlich? Welche Erwartungen bringe ich (unausgesprochen) mit?
▶️ Was wäre ein Gespräch, das nicht bewertet, sondern klärt?
Eines, das beschreibt, was passiert und fragt, was dahinterliegt. Ohne Vorwurf. Ohne Etikett.
▶️ Was wünsche ich mir konkret und was bin ich bereit, dafür zu tun?
Klarheit beginnt nicht beim anderen, sondern bei mir.
▶️ Was tue ich, wenn sich nichts verändert?
Nicht als Drohung. Sondern als Ausdruck von Verantwortung für das Ganze.
Manchmal ist nicht das Verhalten das Problem, sondern das Fehlen eines Rahmens, in dem sich Beziehung konstruktiv entwickeln kann.
Willst du es dabei belassen -
oder gemeinsam klären, was möglich ist?
👉 Wenn dich das Thema beschäftigt, lass uns darüber ins Gespräch kommen.
Warten ist auch eine Entscheidung – nur selten die beste
Warum Schweigen in Teams mehr zerstört, als es bewahrt und was Führung stattdessen leisten kann.
