Zum Jahresbeginn richtet sich der Blick vieler Unternehmen auf Systeme, Prozesse und Technologien.
Alles, was sich gut planen, messen und skalieren lässt.
Was dabei oft fehlt, ist der Blick auf die Menschen, die all das verantworten.
Auch auf jene, die führen.
Führung ist ein ständiger Zustand von Wahrnehmen, Entscheiden, Kommunizieren.
Oft unter Druck, oft ohne vollständige Informationen und fast immer begleitet von widersprüchlichen Erwartungen.
Was viele erschöpft, ist nicht allein das Arbeitspensum, sondern die konstante Anforderung, in komplexen Spannungsfeldern handlungsfähig zu bleiben.
Das bedeutet, dass viele Führungskräfte sich zunehmend im Funktionsmodus erleben.
Sie treffen Entscheidungen, sie halten Prozesse am Laufen, aber innerlich mit wachsender Distanz.
Zu sich selbst. Zum Team. Zur Aufgabe.
Führung braucht Räume, in denen Reflexion möglich wird.
Nicht als Event, sondern als Praxis - im Alltag, im Gespräch, im Innehalten.
Solche Räume sind im System oft nicht vorgesehen.
Der Rhythmus ist eng, das Tempo hoch, der Fokus liegt auf dem, was sichtbar wirkt.
Was nicht messbar ist, verliert im Tagesgeschäft an Legitimität.
Umso wichtiger ist es, Räume bewusst zu gestalten. Nicht als Reaktion auf Erschöpfung, sondern als Grundlage für wirksame Führung.
Nicht, weil es nett ist innezuhalten. Sondern weil ohne Wahrnehmung keine Orientierung entsteht.
In meiner Arbeit gestalte ich Räume für eine Führung, die im Alltag trägt, nah an der eigenen Wahrnehmung, nah an der Beziehung.
Wenn dich die Verbindung von Selbstwahrnehmung und Beziehung in Führung beschäftigt: darüber schreibe ich 1x im Monat in meinem Newsletter.
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Führung ermüdet nicht durch Tempo - sondern durch Distanz
Was Führung wirklich erschöpft, zeigt sich selten im Kalender, aber oft im Kontakt.





