Die Zeit zwischen den Jahren ist eigen.
Nicht ganz vergangen, noch nicht ganz neu.
Ein Zwischenraum, der sich nicht sofort einordnen lässt und gerade deshalb Raum für Selbstklärung bietet.
Nicht als Pflicht, nicht als „innerer Jahresabschluss“, sondern als stilles Nachspüren:
Was war da eigentlich los in diesem Jahr? Und was vielleicht erst jetzt, wo es ruhiger geworden ist?
Wer sich auf diesen Zwischenraum einlässt, begegnet manchmal Fragen, die sonst leicht überhört werden:
1️⃣ Was habe ich dieses Jahr verteidigt, obwohl es längst überholt war?
Manche Dinge halten wir aufrecht, weil sie zu uns gehören. Oder einmal zu uns gehört haben.
Was habe ich verteidigt - nicht aus Überzeugung, sondern aus Gewohnheit?
2️⃣ Welche Beziehung hat mich am meisten herausgefordert und was sagt das über mich?
Nicht im Gegenüber liegt die Antwort, sondern in der Reaktion.
Was hat mich irritiert, getroffen oder beschäftigt und warum?
3️⃣ Wofür war ich nicht mehr (oder nie) verfügbar und was hat das verändert?
Wir sagen nicht immer laut Nein. Manchmal entzieht sich etwas still.
Welche Entscheidungen habe ich unausgesprochen getroffen und welche Klarheit lag darin?
Manchmal entsteht Klarheit nicht durch Antworten, sondern durch die Fragen, die bleiben.
Keine To-dos. Kein Ergebnis. Nur ein kurzer Moment bei sich selbst.





