Besser schlafen. Weniger Reizüberflutung. Klarere Grenzen.
Jedes Jahr aufs Neue.
Und jedes Jahr aufs Neue: gute Vorsätze, wenig Wirkung.
Im Führungsalltag sieht es oft ähnlich aus:
Viel guter Wille, viele Versuche und trotzdem bleibt das Gefühl, nicht wirklich anzukommen. Nicht bei sich. Nicht bei anderen.
Wir versuchen, mehr zu tun, wo es oft darum ginge, anders hinzuschauen.
Nicht effizienter. Nicht schneller. Sondern bewusster.
Diese 5 Impulse sind nicht neu, machen aber im (Führungs-)Alltag einen Unterschied.
1️⃣ Sich von der Idee lösen, immer funktionieren zu müssen.
Führung bedeutet nicht, ständig leistungsfähig zu sein.
Manches läuft nicht rund und das ist kein Zeichen von Schwäche.
Nicht trotz Imperfektion - sondern gerade durch sie - bleibt Verbindung möglich.
2️⃣ Reiz nicht mit Reaktion verwechseln.
Nicht jeder Impuls braucht sofort eine Reaktion.
Oft ist es nicht die Situation selbst, die uns fordert, sondern das, was wir darin sehen.
Ein Moment des Innehaltens kann genau dort Spielraum schaffen.
3️⃣ Nicht nur Klarheit schaffen, sondern sich zeigen.
Führung wirkt nicht nur über Inhalte, sondern über das, was mitschwingt: Absicht, Zweifel, Haltung.
Verbindung entsteht nicht durch perfekte Formulierungen, sondern durch das, was echt ist und Resonanz zulässt.
4️⃣ Ambivalenz aushalten, ohne vorschnell zu bewerten.
Nicht alles braucht sofort eine Lösung.
Manches braucht erst mal Raum, Unschärfe, Zeit.
Führung heißt oft: Unsicherheit nicht sofort aufzulösen, sondern kurz auszuhalten.
5️⃣ Milde mit sich selbst, ohne sich etwas durchgehen zu lassen.
Nachsicht mit sich selbst ist kein Freibrief.
Aber sie schafft den Boden für Entwicklung, jenseits von Selbstoptimierung und Dauerdruck.
Oft geht es im Führungsalltag gar nicht darum, noch mehr zu wissen oder zu können.
Sondern darum, den Moment zu erkennen, in dem es hilfreich wäre, anders zu schauen.
Nicht lauter, nicht schneller, nicht souveräner um jeden Preis.
Sondern klarer. Aufmerksamer. Wirksamer.





