Trickster at play: Abwehrmechanismen der Psyche

Veröffentlicht am 
07
June
 
2022
Veröffentlicht am 
07
June
 
2022
Mitwirkende
Katharina Kohlmayr
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Abwehrmechanismen des Ich sind erlernte Strategien, die unsere Psyche nutzt, um uns vor inneren Konflikten und den damit verbundenen schwierigen Gefühlen zu schützen. Sie sind sogar gelegentlich sinnvoll und entlasten unsere Psyche. Denn wir haben unzählige verschiedene Motive, Bedürfnisse, Triebe, Wünsche, Fantasien, Werte … – und viele davon widersprechen sich. In uns herrscht ein ziemliches Chaos an psychischen Vorgängen, und sie lassen sich nicht alle unter einen Hut bringen. Genau dafür gibt es Abwehrmechanismen. Das Ziel eines Abwehrmechanismus ist also im Grunde genommen, dass es uns seelisch möglichst gut geht.

Je nach Persönlichkeitsstruktur und Veranlagung nutzen wir bestimmte Abwehrmechanismen häufiger als andere.
Zu den bekanntesten unter den etwa 20 Strategien gehören u.a.:  

  • Verleungnung
  • Rationalisierung
  • Kompensation
  • Projektion
  • Idealisierung
  • Abwertung


Manche Strategien gelten als reifer und verursachen weniger Probleme.
Allen Mechanismen gemein ist, dass sie meist unbewusst ablaufen und uns auf Dauer schaden können. Denn sie verhindern einen echten Kontakt zu uns selbst, unseren wahren Gefühlen und menschlichen Bedürfnissen.

Erst, wenn wir uns unseren inneren Vorgängen zunehmend bewusst werden - auch jenen, welche nicht unserem idealen Selbstbild entsprechen - können wir sie sinnvoll nutzen, anstatt uns unbewusst von ihnen steuern zu lassen.
Damit übernehmen wir Verantwortung für unsere Persönlichkeit und unser Verhalten. Unsere Sicht auf uns selbst und andere verändert sich. Toleranz und Mitgefühl können wachsen.

Die Arbeit mit unseren "Schatten" ist für mich ein zentraler Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung. Denn ein selbstbestimmtes und "authentisches" Leben beinhaltet nun mal auch all jene Aspekte, welche unserem persönlichen Idealbild nicht entsprechen. ;)
Oder, wie es der Psychologe Carl Gustav Jung ausdrückte:

"Wer zugleich seinen Schatten und sein Licht wahrnimmt, sieht sich von zwei Seiten, und damit kommt er in die Mitte."